Wenn Spannungen zwischen Eltern und Kindern, wiederkehrende Konflikte oder emotionale Distanz das Familienleben belasten, bietet die Wiener Couch professionelle Unterstützung durch systemische Therapieansätze.
Das multidisziplinäre Team der Wiener Couch aus Ärzt:innen, klinischen Psycholog:innen, Psychotherapeut:innen und Coaches bietet in zwei Privatpraxen in Wien professionelle Unterstützung für Familien in herausfordernden Lebenssituationen. Durch die enge Vernetzung der Expert:innen und die Kombination verschiedener therapeutischer Ansätze – von Psychotherapie über psychologische Beratung bis zu speziellen Methoden – erreicht die Praxis in Wien nachweislich hohe Erfolge bei der Verbesserung familiärer Beziehungen und der Förderung stabiler mentaler Gesundheit für alle Familienmitglieder. Seit der Gründung im Jahr 2017 hat sich die Wiener Couch als erste private Praxis für mentale Gesundheit in Wien etabliert und ist auf mittlerweile 45 Expert:innen gewachsen. In einer angenehmen, wertschätzenden Atmosphäre können Familien neue Perspektiven entwickeln und gemeinsam Wege aus belastenden Situationen finden.
Inhaltsverzeichnis
Wenn vertraute Muster nicht mehr funktionieren
Familien sind lebendige Systeme, die sich ständig weiterentwickeln. Aus Babys werden Kleinkinder, aus Kindern werden Jugendliche, die nach Eigenständigkeit streben. Eltern durchlaufen berufliche Veränderungen, bewältigen finanzielle Sorgen oder erleben gesundheitliche Krisen. Jede dieser Entwicklungen fordert von allen Beteiligten Anpassung und Flexibilität.
Manchmal jedoch bleiben Familien in alten Verhaltensmustern stecken, obwohl sich die Lebensumstände längst verändert haben. Ein Erziehungsstil, der bei einem fünfjährigen Kind funktionierte, stößt beim Teenager auf heftigen Widerstand. Eine Kommunikationsform, die jahrelang Harmonie schuf, führt plötzlich zu endlosen Auseinandersetzungen. Die Folgen solcher Ungleichgewichte zeigen sich unterschiedlich:
- Bei Kindern und Jugendlichen: Verhaltensauffälligkeiten, Schulverweigerung, sozialer Rückzug, Ängste oder depressive Verstimmungen
- Bei Eltern: Gefühle von Überforderung, Hilflosigkeit, Schuld oder Erschöpfung
- Im Familiensystem: Geschwisterrivalitäten, ständige Machtkämpfe oder emotionale Kälte
Oft wissen alle Beteiligten, dass etwas nicht stimmt – doch niemand findet allein einen Ausweg aus der Krise. Genau hier setzt professionelle Unterstützung an.
Wann macht Familientherapie Sinn?
Eine therapeutische Begleitung ist hilfreich, wenn sich Konflikte verfestigt haben und die Familie allein keine Lösungen mehr findet. Typische Anlässe sind akute Krisensituationen wie Trennungen, Verluste oder schwere Erkrankungen, aber auch schleichende Entwicklungen wie ständige Machtkämpfe, emotionale Distanz oder Erziehungskonflikte. Die Wiener Couch unterstützt Familien dabei, ihre Kommunikation zu verbessern und neue Wege im Umgang miteinander zu finden. Viele Familien nutzen Psychotherapie auch präventiv in wichtigen Übergangsphasen, bevor Probleme eskalieren.
Was unterscheidet systemische Therapie von anderen Ansätzen?
Im Gegensatz zu Einzeltherapien betrachtet die systemische Perspektive das gesamte Beziehungsgefüge. Die grundlegende Annahme lautet: Probleme entstehen nicht isoliert in einem Individuum, sondern im Zusammenspiel zwischen Menschen. Ein Kind, das als „auffällig“ gilt, wird nicht als alleiniger Problemverursacher gesehen, sondern als jemand, der auf Schwierigkeiten im System reagiert – manchmal unbewusst als Symptomträger für ungelöste Konflikte zwischen anderen Familienmitgliedern.
Diese Sichtweise, die ihre Wurzeln in den 1950er-Jahren hat und sich kontinuierlich weiterentwickelt hat, eröffnet völlig neue Lösungsmöglichkeiten. Statt nach Schuldigen zu suchen, richtet sich der Fokus auf Beziehungsdynamiken, Kommunikationsmuster und Rollenverteilungen. Wie gehen Familienmitglieder miteinander um? Wer übernimmt welche Verantwortung? Welche unausgesprochenen Regeln bestimmen das Zusammenleben? Und vor allem: Welche Ressourcen und Stärken besitzt diese Familie bereits, die aktiviert werden können?
Wie gehe ich mit Angst um? – Die Rolle des Familiensystems
Ängste bei Kindern und Jugendlichen entwickeln sich oft im Zusammenhang mit familiären Dynamiken. Übermäßiger Leistungsdruck, mangelnde emotionale Sicherheit oder unausgesprochene Spannungen zwischen Eltern können Ängste verstärken oder auslösen. In der therapeutischen Arbeit wird gemeinsam erarbeitet, wie das familiäre Umfeld so gestaltet werden kann, dass Betroffene wieder ein Gefühl von Sicherheit und Stabilität entwickeln. Dabei werden auch die Eltern unterstützt, ihre eigenen Ängste zu reflektieren und nicht unbewusst an die Kinder weiterzugeben.
Bewährte Methoden in der therapeutischen Arbeit
Die systemische Arbeit nutzt verschiedene bewährte Techniken, die darauf abzielen, neue Perspektiven zu eröffnen und festgefahrene Muster zu durchbrechen:
- Zirkuläres Fragen: Familienmitglieder werden gebeten, die Sichtweise anderer einzunehmen, was Empathie fördert und deutlich macht, dass jeder die Realität anders wahrnimmt
- Reframing (Umdeutung): Verhaltensweisen werden in einen neuen Kontext gestellt und auf andere Art interpretiert – ein Jugendlicher, der sich zurückzieht, wird vielleicht nicht mehr als „desinteressiert“ betrachtet, sondern als jemand, der Überforderung signalisiert
- Familienskulpturen: Beziehungen werden räumlich dargestellt – wer steht wem nah, wer abgewandt? Diese szenische Darstellung macht Beziehungsdynamiken eindrucksvoll sichtbar
- Arbeit mit Metaphern: Komplexe Emotionen werden durch Bilder und Geschichten ausdrückbar, besonders bei jüngeren Kindern, die ihre Gefühle noch nicht verbal präzise formulieren können
Diese Methoden schaffen Verständnis statt Vorwürfe und eröffnen oft überraschende Erkenntnisse über das Zusammenleben.
Kombination verschiedener therapeutischer Ansätze bei der Wiener Couch
Die Wiener Couch zeichnet sich durch ihre multidisziplinäre Ausrichtung aus, die es ermöglicht, Familientherapie mit anderen bewährten Methoden zu kombinieren. Bei Bedarf fließen Elemente der kognitiven Verhaltenstherapie ein, wenn es darum geht, konkrete Denk- und Verhaltensmuster einzelner Familienmitglieder zu verändern. Achtsamkeitstraining kann helfen, in emotional aufgeladenen Situationen Abstand zu gewinnen und bewusster zu reagieren, statt automatisch alte Muster abzuspulen.
Wenn traumatische Erfahrungen eine Rolle spielen – etwa bei Familien, die Gewalt, Flucht oder schwere Verluste erlebt haben –, bietet die Wiener Couch auch spezialisierte Traumatherapie in Wien an. Die enge Vernetzung zwischen Psychotherapeut:innen, klinischen Psycholog:innen und Ärzt:innen ermöglicht eine ganzheitliche Betreuung, die sowohl psychische als auch medizinische Aspekte berücksichtigt. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit ist besonders wertvoll, wenn einzelne Familienmitglieder zusätzlich individuelle Unterstützung benötigen – sei es durch psychologische Beratung, Paartherapie für die Eltern oder spezifische Behandlung bei anderen Themen.
Der Ablauf der therapeutischen Begleitung
Die Sitzungen finden üblicherweise wöchentlich oder im Zwei-Wochen-Rhythmus statt und dauern zwischen 60 und 90 Minuten. Die Anzahl der benötigten Termine variiert stark – manche Familien finden bereits nach wenigen Sitzungen neue Wege, während komplexere Situationen längere Begleitung erfordern. Im Durchschnitt bewegen sich therapeutische Prozesse zwischen sechs und zwanzig Sitzungen.
Nicht immer müssen alle Familienmitglieder bei jeder Sitzung anwesend sein. Manchmal ist es sinnvoll, zunächst nur mit den Eltern zu arbeiten, dann Gespräche mit einzelnen Kindern zu führen oder verschiedene Konstellationen auszuprobieren – je nachdem, welche Themen gerade im Vordergrund stehen. Die Therapeut:innen agieren dabei als neutrale Gesprächsleiter, die durch geschicktes Fragen, Beobachten und Spiegeln die Familie dabei unterstützen, selbst Lösungen zu entwickeln. Denn das Ziel ist nicht, dass die Therapeut:innen Probleme lösen, sondern dass die Familie ihre eigenen Kompetenzen und Ressourcen (wieder-)entdeckt.
Mehr als Krisenintervention – eine Entwicklungschance
Familientherapie ist keine Notfallmaßnahme ausschließlich für schwerwiegende Krisen. Viele Familien suchen Unterstützung, bevor Probleme eskalieren, oder nutzen therapeutische Begleitung in wichtigen Übergangsphasen. Wenn erwachsene Kinder ausziehen, wenn Großeltern pflegebedürftig werden oder wenn sich Rollen neu verteilen müssen – all das sind Situationen, in denen professionelle Begleitung präventiv wirken kann und die Beziehungsqualität nachhaltig verbessert.








