Psychologische Beratung oder Psychotherapie? – Welche Unterstützung ist die richtige für mich?

Viele Menschen sind unsicher, ob sie psychologische Beratung oder Psychotherapie benötigen – die Unterschiede zu kennen, hilft bei der Entscheidung für die passende Unterstützung.

Die Wiener Couch verfügt über ein multidisziplinäres Team aus Ärzt:innen, klinischen Psycholog:innen, Psychotherapeut:innen und Coaches, das sowohl psychologische Beratung als auch verschiedene Formen der Psychotherapie anbietet. Je nach individueller Situation können Klient:innen von kurzen Beratungsgesprächen bei akuten Lebenskrisen profitieren oder eine umfassende therapeutische Begleitung bei psychischen Erkrankungen in Anspruch nehmen. Die enge Vernetzung der verschiedenen Fachbereiche ermöglicht es, flexibel auf sich verändernde Bedürfnisse zu reagieren und gegebenenfalls von Beratung zu Therapie überzuleiten – oder umgekehrt. Das Angebot in Wien umfasst neben Einzelgesprächen auch Paartherapie und Familientherapie, sodass je nach Problemstellung auch das soziale Umfeld einbezogen werden kann. Seit 2017 begleitet die Praxis Menschen in Wien auf ihrem Weg zu mehr mentaler Gesundheit und Lebensqualität.

Der zentrale Unterschied: Gesund oder krank?

Die Grenze zwischen psychologischer Beratung und Psychotherapie verläuft primär entlang der Frage: Liegt eine psychische Erkrankung mit Krankheitswert vor? Psychotherapie ist eine Heilbehandlung und dient der Behandlung diagnostizierter psychischer Störungen wie Depressionen, Angststörungen, Traumafolgestörungen oder anderen Erkrankungen. Sie darf nur von approbierten Psychotherapeut:innen oder Ärzt:innen mit entsprechender Weiterbildung durchgeführt werden und wird in vielen Fällen von den Krankenkassen finanziert.

Die Beratung hingegen richtet sich an psychisch gesunde Menschen, die mit konkreten Lebensproblemen, Konflikten oder Entscheidungssituationen konfrontiert sind. Es werden keine Diagnosen gestellt und keine Krankheiten behandelt. Stattdessen geht es um Unterstützung bei alltäglichen Herausforderungen, die noch keinen Krankheitswert erreicht haben – auch wenn sie durchaus belastend sein können. Die Beratung ist keine Kassenleistung und wird privat bezahlt.

Ist die Grenze immer klar erkennbar?

In der Praxis sind die Übergänge zwischen Beratung und Therapie oft fließend. Eine Belastung am Arbeitsplatz kann zunächst ein Beratungsthema sein – entwickelt sich daraus aber ein Burnout oder eine Depression, wird therapeutische Intervention notwendig. Umgekehrt können Menschen nach erfolgreicher Therapie Beratung in Anspruch nehmen, um die neu gewonnene Stabilität im Alltag zu festigen. Die Wiener Couch verfügt über die Expertise, diese Einschätzung professionell vorzunehmen und Sie entsprechend zu begleiten.

Wann ist psychologische Beratung das Richtige?

Psychologische Beratung eignet sich für Menschen, die mit konkreten Lebenssituationen ringen, aber nicht an einer diagnostizierbaren psychischen Erkrankung leiden. Typische Themen sind:

Persönliche Herausforderungen:

  • Lebenskrisen und Übergangsphasen (Jobwechsel, Umzug, Auszug der Kinder)
  • Trennungen und Verlusterfahrungen
  • Identitätsfragen und Selbstfindung
  • Stress und Überlastung im Beruf oder Privatleben
  • Konflikte in Beziehungen oder Familie

Präventive Unterstützung:

  • Früherkennung belastender Muster, bevor sie sich zu Erkrankungen entwickeln
  • Stärkung der psychischen Widerstandsfähigkeit
  • Entwicklung gesunder Bewältigungsstrategien
  • Persönlichkeitsentwicklung und Selbstreflexion

Die Beratung ist eher kurzfristig angelegt, problemorientiert und zielt darauf ab, konkrete Lösungen für umschriebene Situationen zu erarbeiten. Sie ist weniger intensiv als Psychotherapie und fokussiert auf Hilfe zur Selbsthilfe – die Klient:innen werden dabei unterstützt, eigene Ressourcen zu aktivieren und Entscheidungen selbstständig zu treffen.

Ein großer Vorteil: Psychologische Beratung hinterlässt keine Einträge in Krankenakten, was beispielsweise beim Abschluss von Berufsunfähigkeitsversicherungen oder bei Verbeamtungsverfahren relevant sein kann.

Wann ist Psychotherapie notwendig?

Psychotherapie ist angezeigt, wenn psychisches Leiden einen Krankheitswert erreicht hat – also wenn Symptome den Alltag erheblich beeinträchtigen, über längere Zeit anhalten oder die Lebensqualität massiv einschränken. Die Wiener Couch bietet verschiedene evidenzbasierte Therapieformen an:

Anwendungsbereiche der Psychotherapie:

  • Depressionen und Angststörungen
  • Traumafolgestörungen (spezialisierte Traumatherapie)
  • Zwangsstörungen und Essstörungen
  • Suchterkrankungen (Suchttherapie mit integrativen Ansätzen)
  • Persönlichkeitsstörungen
  • Psychosomatische Beschwerden
  • Chronischer Stress und Burnout mit manifesten Symptomen

Psychotherapie ist in der Regel längerfristig angelegt und arbeitet tiefergehend an den Ursachen psychischer Probleme. Sie verändert nicht nur konkrete Verhaltensweisen, sondern das grundlegende Verhältnis, das eine Person zu sich selbst und ihrer Umwelt hat. Die therapeutische Beziehung ist dabei ein zentraler Wirkfaktor – sie bietet einen geschützten Raum, in dem auch schmerzhafte Themen bearbeitet werden können.

Welche Therapieformen bietet die Wiener Couch an?

Das Team arbeitet mit verschiedenen wissenschaftlich fundierten Methoden, die je nach Problemstellung eingesetzt werden. Die kognitive Verhaltenstherapie hilft dabei, problematische Denkmuster zu erkennen und zu verändern. Systemische Ansätze beziehen bei Paartherapie und Familientherapie das soziale Umfeld mit ein. Für Menschen mit traumatischen Erfahrungen steht spezialisierte Traumatherapie zur Verfügung. Diese Vielfalt ermöglicht es, für jede Person den passenden therapeutischen Ansatz zu finden.

Kombinierte Ansätze und flexible Übergänge

Ein besonderer Vorteil der Wiener Couch liegt in der Möglichkeit, verschiedene Ansätze zu kombinieren. Psychologische Beratung kann beispielsweise durch Achtsamkeitstraining ergänzt werden, um Stressbewältigungsstrategien zu erlernen. Im Rahmen einer Psychotherapie kann zusätzlich Beratung zu konkreten Alltagsfragen stattfinden. Die enge Zusammenarbeit zwischen klinischer Psychologie, Psychotherapie und Beratung ermöglicht individuell zugeschnittene Unterstützung.

Manchmal ist auch ein Wechsel sinnvoll: Wer mit einem vermeintlich einfachen Problem in die Beratung kommt, stellt möglicherweise fest, dass tieferliegende Themen therapeutisch aufgearbeitet werden müssen. Umgekehrt können Menschen nach erfolgreicher Therapie weiterhin Beratung in Anspruch nehmen, um neu erlernte Strategien im Alltag zu festigen.

So finden Sie heraus, was Sie brauchen

Die Entscheidung zwischen Beratung und Therapie muss nicht allein getroffen werden. In einem unverbindlichen Erstgespräch bei der Wiener Couch wird gemeinsam geklärt, welche Form der Unterstützung für Ihre aktuelle Situation am sinnvollsten ist. Die Expert:innen verfügen über die Erfahrung, die Intensität und Art Ihrer Belastung professionell einzuschätzen.

Folgende Fragen können bei der Orientierung helfen:

  • Beeinträchtigen mich meine Symptome massiv im Alltag?
  • Bestehen die Probleme seit mehreren Wochen oder Monaten?
  • Habe ich das Gefühl, allein nicht mehr zurechtzukommen?
  • Gibt es ein konkretes Problem, das gelöst werden soll, oder geht es um grundlegendere Themen?

Unabhängig davon, ob Sie sich für Beratung oder Therapie entscheiden: Beide Formen professioneller Unterstützung sind wertvolle Ressourcen auf dem Weg zu mehr Lebensqualität und psychischer Gesundheit. Die Wiener Couch begleitet Sie kompetent und wertschätzend – mit der Flexibilität, den Ansatz anzupassen, wenn sich Ihre Bedürfnisse verändern.g bestimmen.