Der Ausstieg aus einer Abhängigkeit erfordert Mut, professionelle Unterstützung und ein umfassendes Behandlungskonzept, das sowohl die Sucht als auch deren Ursachen berücksichtigt – die Wiener Couch begleitet Betroffene dabei mit Empathie und Fachkompetenz.
Das Team der Wiener Couch behandelt Suchterkrankungen mit einem integrativen Ansatz, der verschiedene therapeutische Methoden kombiniert – von kognitiver Verhaltenstherapie über Traumatherapie bis zu systemischen Ansätzen und psychologischer Beratung. Durch die enge Vernetzung zwischen Ärzt:innen, Psychotherapeut:innen und klinischen Psycholog:innen können sowohl die Abhängigkeit selbst als auch häufig auftretende Begleiterkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen parallel behandelt werden. Die Praxis bietet an zwei Standorten in Wien einen geschützten Raum, in dem Betroffene ohne Stigmatisierung professionelle Psychotherapie in Anspruch nehmen und gemeinsam mit Expert:innen individuelle Strategien für ein suchtfreies Leben entwickeln können.
Inhaltsverzeichnis
Wenn Substanzen das Leben bestimmen
Abhängigkeiten können sich auf vielfältige Weise entwickeln. Manche Menschen greifen zu Alkohol, um beruflichen Stress zu bewältigen oder innere Leere zu füllen. Andere rutschen nach einer medizinischen Behandlung in die Medikamentenabhängigkeit, weil Schmerz- oder Schlafmittel zunächst Erleichterung bringen. Wieder andere nutzen illegale Substanzen als Flucht vor belastenden Emotionen oder schwierigen Lebenssituationen. Gemeinsam ist allen Suchterkrankungen, dass das anfängliche Gefühl von Kontrolle trügerisch ist – die Abhängigkeit entwickelt eine Eigendynamik, die zunehmend alle Lebensbereiche dominiert.
Die Folgen zeigen sich auf mehreren Ebenen. Körperlich kann der Substanzkonsum zu schweren Organschäden, neurologischen Problemen oder einem geschwächten Immunsystem führen. Psychisch verstärken sich oft Symptome wie Depressionen, Ängste oder Schlafstörungen, obwohl die Substanz ursprünglich genau diese Beschwerden lindern sollte. Sozial brechen häufig wichtige Beziehungen weg – Partner fühlen sich überfordert, Freundschaften zerbrechen, berufliche Leistung lässt nach. Viele Betroffene erleben tiefe Scham und Isolation, was den Griff zur Substanz zusätzlich verstärkt.
Wann sollte ich professionelle Hilfe suchen?
Professionelle Unterstützung ist sinnvoll, sobald der Konsum nicht mehr kontrollierbar ist oder negative Auswirkungen auf Gesundheit, Beziehungen oder Beruf spürbar werden. Warnzeichen sind das ständige Verlangen nach der Substanz, erfolglose Versuche, den Konsum zu reduzieren, oder das Gefühl, ohne die Substanz den Alltag nicht bewältigen zu können. Die Wiener Couch bietet einen geschützten Raum für ein erstes Gespräch, in dem ohne Vorurteile gemeinsam geklärt wird, welche Unterstützung hilfreich sein kann.
Sucht kommt selten allein – Begleiterkrankungen verstehen
Etwa ein Drittel aller Menschen mit Suchterkrankungen leidet zusätzlich an Depressionen, Angststörungen oder anderen psychischen Erkrankungen. Dieses Zusammenspiel ist kein Zufall – oft greifen Betroffene zur Substanz, um unerträgliche emotionale Zustände zu dämpfen. Jemand mit unbehandelten Angstzuständen trinkt Alkohol, um sich in sozialen Situationen sicherer zu fühlen. Eine Person mit Depressionen nimmt Medikamente, um zumindest vorübergehend Erleichterung zu spüren. Das Problem: Langfristig verstärken Alkohol und viele Suchtmittel genau diese psychischen Symptome.
Dieser Teufelskreis lässt sich nur durchbrechen, wenn beide Erkrankungen parallel behandelt werden. Eine reine Fokussierung auf die Abstinenz greift zu kurz, wenn die zugrundeliegenden psychischen Belastungen unbehandelt bleiben. Umgekehrt wird eine Behandlung von Depressionen oder Ängsten wenig nachhaltig sein, solange die Abhängigkeit weiterbesteht.
Wie gehe ich mit Angst um? – Gesunde Bewältigungsstrategien entwickeln
Viele Menschen mit Suchterkrankungen haben nie gelernt, mit Ängsten konstruktiv umzugehen. Statt die Angst zu unterdrücken, wird in der therapeutischen Arbeit erarbeitet, woher sie kommt und welche gesunden Bewältigungsstrategien es gibt. Achtsamkeitstraining kann helfen, Angst als vorübergehendes Gefühl wahrzunehmen, ohne sofort dagegen ankämpfen zu müssen. Kognitive Verhaltenstherapie unterstützt dabei, angstauslösende Gedankenmuster zu erkennen und zu verändern. So entstehen nach und nach Alternativen zum Substanzkonsum.
Moderne therapeutische Ansätze in der Suchttherapie
Die Behandlung von Suchterkrankungen hat sich in den letzten Jahrzehnten stark weiterentwickelt. Während früher oft Konfrontation und Schuldzuweisungen im Vordergrund standen, setzen moderne Ansätze auf Empathie, Verstehen der individuellen Hintergründe und die Aktivierung eigener Ressourcen. Die kognitive Verhaltenstherapie hat sich als besonders wirksam erwiesen – mit Erfolgsquoten von etwa 60 Prozent bei konsequenter Anwendung. Sie hilft Betroffenen, die Auslöser für den Konsum zu identifizieren, problematische Denkmuster zu erkennen und alternative Verhaltensweisen zu entwickeln.
Systemische Ansätze betrachten die Sucht im Kontext wichtiger Beziehungen. Häufig spielen Familiendynamiken, Partnerschaftskonflikte oder soziale Isolation eine wichtige Rolle bei der Entstehung und Aufrechterhaltung der Abhängigkeit. Durch Familientherapie oder Paartherapie in Wien können diese Zusammenhänge sichtbar gemacht und verändert werden. Angehörige lernen, wie sie unterstützen können, ohne die Abhängigkeit ungewollt aufrechtzuerhalten.
Wenn traumatische Erfahrungen – etwa Gewalt, Missbrauch oder schwere Verluste – der Sucht zugrunde liegen, ist spezialisierte Traumatherapie ein wichtiger Behandlungsbaustein. Viele Menschen mit Suchterkrankungen haben belastende Erlebnisse nie verarbeitet und nutzen Substanzen zur Betäubung. Erst wenn diese traumatischen Erfahrungen behutsam aufgearbeitet werden, kann nachhaltige Heilung entstehen.
Der Behandlungsweg bei der Wiener Couch
Die Behandlung beginnt mit einer ausführlichen Diagnostik, bei der nicht nur die Abhängigkeit selbst, sondern auch deren Ursachen, Begleiterkrankungen und individuelle Lebenssituation erfasst werden. Die enge Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Fachbereichen ermöglicht eine umfassende Einschätzung: Ärzt:innen klären medizinische Aspekte ab, klinische Psycholog:innen führen diagnostische Tests durch, Psychotherapeut:innen erfassen die psychische Situation und biografische Hintergründe.
Auf dieser Grundlage wird ein individueller Behandlungsplan erstellt, der verschiedene Elemente kombinieren kann:
- Psychotherapie in Wien: Regelmäßige Einzelsitzungen bilden das Herzstück der Behandlung, in denen Ursachen erforscht, Bewältigungsstrategien entwickelt und neue Verhaltensmuster eingeübt werden
- Medizinische Begleitung: Bei Bedarf werden körperliche Folgen der Abhängigkeit behandelt und der gesundheitliche Zustand stabilisiert
- Arbeit mit Angehörigen: Durch Paartherapie oder Familientherapie werden wichtige Bezugspersonen einbezogen, um ein unterstützendes Umfeld zu schaffen
- Rückfallprävention: Gemeinsam werden Risikosituationen identifiziert und konkrete Notfallpläne für kritische Momente entwickelt
Die Behandlung ist dabei kein starres Programm, sondern passt sich den individuellen Bedürfnissen und dem Tempo der Betroffenen an.
Rückfälle als Teil des Heilungsweges
Ein wichtiges Verständnis moderner Behandlungsansätze: Rückfälle gehören bei vielen Betroffenen zum Genesungsprozess. Sie sind kein Scheitern, sondern wertvolle Lerngelegenheiten. In der therapeutischen Arbeit werden Rückfälle offen besprochen, ohne Schuldzuweisungen oder Stigmatisierung. Stattdessen wird gemeinsam analysiert: Was hat zum Rückfall geführt? Welche Warnsignale gab es? Welche Strategien könnten beim nächsten Mal helfen?
Diese akzeptierende, nicht verurteilende Haltung erleichtert es Betroffenen, ehrlich zu bleiben und Unterstützung anzunehmen. Die Wiener Couch sieht jeden Menschen als Experten für sein eigenes Leben und unterstützt dabei, wieder Kontrolle und Selbstbestimmung zurückzugewinnen – unabhängig davon, wie oft der Weg in die Abstinenz bereits versucht wurde.
Mut zum ersten Schritt
Der Weg aus der Abhängigkeit beginnt oft mit einer einfachen Erkenntnis: So kann es nicht weitergehen. Dieser erste Schritt, sich Hilfe zu suchen, erfordert enormen Mut. Die Wiener Couch begleitet Menschen auf diesem Weg mit Kompetenz, Empathie und ohne Vorurteile. In einer wertschätzenden Atmosphäre können Betroffene ankommen, durchatmen und neue Perspektiven entwickeln – für ein Leben, in dem nicht mehr die Sucht, sondern eigene Werte und Ziele die Richtung bestimmen.








